Oberstufe - Deutsch Zusatz - Geschichte(n)

Ich wache in einem alten Haus auf. Beim Aufstehen ist mir noch etwas schwindlig, als ich plötzlich mein Handy klingeln höre. Ich suche nach meinem Telefon und finde es in meiner Jacke, die auf einem runden, hölzernen Tisch liegt. Ein anonymer Anruf – wer das wohl sein mag? Die Neugierde siegt und ich nehme den Anruf entgegen. Am anderen Ende der Leitung schreit mich eine Person an, was ich getan habe, es sei meine Schuld. Ich bin völlig verwirrt und überrumpelt. Während ich mich darüber wundere, was wohl passiert ist, klingelt es plötzlich an der Haustür. Mit unsicheren Schritten gehe ich langsam zur Tür zu, linse durch den Spion und entdecke eine schlanke Person, eingekleidet in schwarz, die Kapuze tief über die Stirn gezogen. Vorsichtig öffne ich die Türe und die unbekannte Gestalt drückt mir einen grossen Blumenstrauss in die Hände. So kurz die Überreichung ist, so schnell verschwindet die Person auch wieder, steigt in einen weissen Van und fährt in Windeseile davon. Ich betrachte den Blumenstrauss. Er ist wunderschön, in rosa und violetten Tönen, hauptsächlich Rosen. Von wem mag er nur sein? Ich drehe den Strauss in alle Richtungen – und entdecke ein kleines, weisses Couvert, sachte versteckt zwischen all den Blumen. Ich ziehe es vorsichtig heraus und öffne den winzigenUmschlag, in der Erwartung, den Namen des Absenders zu entdecken. Doch darin finde ich in einer gedruckten Schnörkelschrift überraschenderweise etwas ganz Anderes vor, nämlich eine Einladung:

Einladung
Wann: Samstag
Zeit: 20 Uhr
Wo: Parkstrasse 5

Was ist denn heute nur los? Zuerst dieser anonyme Anruf und Vorwurf einer Person, die ich noch nicht zuordnen kann und jetzt dieser wunderschöne Blumenstrauss eines Verehrers, der lieber noch unbekannt bleiben möchte, mich aber zu was auch immer einlädt. Während ich mir den Kopf über die Ereignisse der letzten paar Minuten zerbreche, erregt etwas seitlich von meinem Blickfeld meine Aufmerksamkeit und ich blicke auf. Ich entdecke eine Gestalt auf der anderen Strassenseite, die zu mir rüber blickt. Da ich das Gesicht kaum sehen kann, trete ich ein paar Schritte vor und kneife die Augen zusammen, um sie besser erkennen zu können. In diesem Augenblick fährt ein Lastwagen vorbei und verdeckt mir die Sicht. Als der Laster sich meinem Blickfeld wieder entzieht, ist mein heimlicher Beobachter verschwunden.

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